Studiengebühren
Studiengebühren
Vorweg: Ich lehne die Einführung von Studiengebühren in jeglicher Form ab.
Anders als von vielen CDU geführten Landesregierungen behauptet, stellen auch nachträglich zu zahlende Gebühren keinen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit dar. Das Gegenteil ist der Fall: Während Absolventen aus betuchtem Hause schuldenfrei ins Berufsleben starten, müssen Absolventen aus Elternhäusern mit durchschnittlichen Einkommen ihre Existenzgründung mit einem Schuldenberg in bis zu fünfstelliger Höhe beginnen. Verschuldung stellt besonders für Kinder aus einkommensschwachen Haushalten eine psychologische Hürde dar, die von der Studienaufnahme abhalten kann. Untersuchungen zeigen, dass nach der Einführung von Studiengebühren in der angestrebten Höhe z. B. Frauen aus bildungsfernen Schichten zunehmend auf das Studium verzichten werden. Der ohnehin niedrige Anteil von Studierenden aus einkommenschwachem Elternhaus wird sich weiter verringern.
Erfahrungen aus zahlreichen anderen Staaten zeigen; Mit steigenden Gebühren sinkt mittelfristig der Anteil des Staates an der Hochschulfinanzierung Kürzungen im Hochschulsektor sind politisch einfacher durchzusetzen, wenn die fehlenden Gelder bei den Studierenden abgeschöpft werden können.

















